Weihnachtsgebäck jedes Jahr früher im Supermarkt?

Thursday, der 1. September 2016
nicole.bucher

Alle Jahre wieder beginnt die Vorweihnachtszeit bereits im Spätsommer: Lebkuchen, Dominosteine, Spekulatius & Co. füllen spätestens ab Anfang September die Regale der Supermärkte. In den Gängen wird es eng, denn überall stehen plötzlich Aufsteller, vollgepackt mit den glänzend verpackten Weihnachtssüßigkeiten. Und potenzielle Lebkuchenkäufer in leichter Sommerkleidung fragen sich: Ist es schon wieder soweit? Wir haben doch noch Sommer? Und: Kommen die Weihnachtssüßigkeiten eigentlich jedes Jahr zeitiger in die Läden?

Aktuelle Marktjagd-Studie zum Start des Weihnachtsgeschäft

Der digitale Prospektdienstleister Marktjagd hat sich dieser Frage angenommen und geprüft, ob der Startschuss für die Weihnachtssaison im Handel tatsächlich jedes Jahr früher fällt. Als Basis dafür dienen die digitalen Prospekte von Supermärkten und Discountern, welche die Nutzer in der Marktjagd-App und auf dem Online-Portal www.marktjagd.de durchstöbern. Für die Jahre 2009 bis 2015 hat Marktjagd untersucht, wann die ersten Weihnachtssüßigkeiten in den Prospekten und damit auch in den Filialen der Handelsketten auftauchten.

Das Ergebnis stützt die gefühlte Wahrheit der Weihnachtssüßigkeiten-Skeptiker, dass Nikolaus & Co. jedes Jahr zeitiger in den Regalen stehen, nicht. Den Marktjagd-Resultaten zufolge beginnt der Abverkauf von Lebkuchen, Dominosteinen und Spekulatius immer etwa um dieselbe Zeit, nämlich in der 36. Kalenderwoche – der letzten August- bzw. ersten Septemberwoche.
Eine Rolle spielt dabei die zeitliche Taktung der Sommerferien, denn wer noch in Sommerurlaubslaune ist, greift seltener zum Weihnachtsgebäck. Daher startete der Verkauf der Weihnachtsartikel in den Jahren 2009 und 2013 erst in der zweiten Septemberwoche (KW 37). In den Jahren 2014 und 2015 hingegen fiel der Startschuss bereits in der ersten Septemberwoche (KW 36), zum Teil sogar parallel zu den Sommerferien in einigen Bundesländern. Ein genereller Trend zum zeitigeren Start des Weihnachtsgeschäfts lässt sich insgesamt nicht feststellen.

Verbraucher genervt von Weihnachtsgebäck im Herbst

Einer Umfrage von YouGov zufolge kommen Weihnachtssüßigkeiten im Spätsommer bei Verbrauchern nicht gut an. Gut 63 Prozent der Befragten fühlen sich davon genervt. 47 Prozent sagen sogar, dass der frühe Verkaufsstart ihnen die Vorfreude auf Weihnachten verdirbt. Als angemessenen Zeitpunkt für den Start ins Weihnachtsgeschäft geben die Verbraucher Mitte November (45 Prozent) oder gar erst den 1. Advent (40 Prozent) an.

Im Kontrast zu diesen Daten stehen die Erfahrungen der Händler. Denn der Platz für Aktionsware ist im Einzelhandel äußerst wertvoll und wird nicht mit Produkten bestückt, die sich nicht verkaufen lassen. Und auch bei Google steigen die Suchanfragen nach beliebtem Weihnachtsgebäck wie Christstollen, Dominosteinen und Spekulatius häufig schon im Oktober an. So wird etwa Mitte Oktober bereits doppelt so oft nach dem Begriff „Stollen“ gesucht wie Anfang September. Spätestens im November erhöht sich das Suchvolumen noch einmal deutlich. Offensichtlich ist der Appetit auf Lebkuchen & Co. doch nicht so eng mit der Weihnachtszeit verbunden, wie es viele Verbraucher selbst gern hätten.

>> Grafiken und Bildmaterial zur Marktjagd-Studie

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