Marktjagd-Studie: Einkaufen muss familienfreundlicher werden

Dienstag, der 30. Mai 2017
nicole.bucher

Eltern wünschen sich Toiletten, Wickelecken und einen durchdachteren Kassenbereich

Einkaufen mit Kindern ist aus vielen Gründen sicher keine Lieblingsbeschäftigung von Eltern – manche dieser Gründe resultieren aus dem Ungestüm einiger Kinder, andere wären vermeidbar durch eine gezieltere Anpassung der Supermärkte an die Bedürfnisse von Familien.
In einer Umfrage des lokalen Einkaufsratgebers Marktjagd unter 505 Teilnehmern wurden verschiedenste Erlebnisse aus dem Einkaufsalltag von Eltern geschildert. Denn obwohl der Einkauf mit Kindern oftmals stressig ist, gehen 85 Prozent der Eltern regelmäßig gemeinsam mit ihrem Nachwuchs einkaufen – vorrangig wochentags zwischen 13 und 18 Uhr (47,5%) oder am Samstag (28,4%). Ob der Nachwuchs dabei im Kindersitz des Einkaufswagens sitzt oder bereits selber laufen kann und soll, ist vor allem vom Alter abhängig. Beim Thema spezielle Einkaufswagen für Kinder gehen die Meinungen allerdings auseinander: 58 Prozent der Befragten helfen Kinder- und Auto-Einkaufswagen dabei, den Einkauf entspannter durchzuführen, 42 Prozent halten sie für nicht sinnvoll. Die Gründe reichen von “verleiten zum Rennen” und unkontrollierten Zusammenstößen bis hin zu “zu wenig Platz” in den Körben.

“Wenn du artig bist, bekommst du einen Schokoriegel”

Auch das Thema „Belohnung“ wird von den Eltern kontrovers betrachtet. Während 71 Prozent angeben, ihre Kinder für artiges Verhalten beim Einkauf zu belohnen, kritisieren auch viele Eltern diese Maßnahme, weil sie zu einer falschen Konditionierung beiträgt und gutes Benehmen selbstverständlich sein sollte.
Dagegen scheint es den meisten Eltern besonders wichtig zu sein, dass ihre Kinder aktiv in den Einkauf eingebunden werden. So wird von 83 Prozent angegegeben, dass sie ihre Kinder helfen lassen, weil sie ein Gefühl für den Umgang mit Produkten lernen sollen und Kinder besonders stolz sind, wenn sie eine Aufgabe haben und aktiv etwas beitragen können. Anders sieht es allerdings beim Kleidungskauf für den Nachwuchs aus, hier wählen 87 Prozent der Eltern die Waren lieber selber aus.
Dass Kinder jedoch noch nicht allen Versuchungen des Konsums widerstehen können, wissen Eltern nur zu gut. Darum meiden auch 39 Prozent der Befragten gezielt einzelne Bereiche oder Gänge des Supermarkts, um Diskussionen vorzugreifen. Wenn die Kinder allerdings schon alt genug sind und wissen, wo Süßigkeiten, Spielzeug und Comics zu finden sind, muss gezielt Erziehungsarbeit geleistet werden, so sind sich die befragten Eltern einig.

Mehr Familienfreundlichkeit beim Einkaufen gewünscht

Viele Eltern wünschen sich vom Handel mehr Service und Entgegenkommen für Familien. Besonders nachgefragt sind Toiletten, die vor allem während des Einkaufs gut erreichbar sein sollen, genauso wie eine Wickelecke. Für wenig sinnvoll werden hingegen Spielecken erachtet, entweder weil das Kind gezielt mit einkaufen will und so auch der Lerneffekt verloren gehen würde oder weil dies den Einkauf nur unnötig verlängern würde. Voraussetzung für die Nutzung ist in jedem Fall die Anwesenheit einer Aufsichtsperson, die die Sicherheit der Kinder gewährleisten kann.
Im Rahmen der Umfrage hat sich gezeigt, dass besonders der Kassenbereich es den einkaufenden Familien schwer macht. Viele Eltern berichteten davon, dass lange Schlangen, zu schmale Kassengänge, verlockende Süßigkeiten und die verstörenden Aufdrucke auf Tabakwaren den Einkauf unnötig verkomplizieren würden. Aber auch die Herausforderung die Waren auf das Band zu legen, zu bezahlen, alles zu verstauen und parallel noch auf das Kind aufzupassen, führt bei den meisten Eltern zu vermehrtem Stress. Zudem liegen die Ausgänge oftmals direkt hinter den Kassen, sodass ein Moment der Unachtsamkeit bedeuten kann, dass der Nachwuchs plötzlich allein draußen auf dem Parkplatz steht.
Trotz vieler Hürden und Stressmomente geben 80 Prozent der Befragten an, während des Einkaufs gelassen bleiben zu können. In zwei von drei Fällen sind sie es höchstens selbst, die sich stressen. Weitere Stressfaktoren: Die Blicke und Tuscheleien der anderen Einkaufenden (25%) und die genervten Kassiererinnen und Supermarktangestellten (18%).

Die komplette Studie mit hilfreichen Tipps von einem Erziehungsberater finden Sie unter https://www.marktjagd.de/news/einkaufen-mit-kindern

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