Orange On My Mind – Umdenken im Handelsmarketing

Die Menschen gehen wieder auf die Straße, Fridays for Future schlägt eine enorme Welle in ganz Europa, alle sind gegen Plastik und wir recken mit beiden Händen großformatige Schilder mit Parolen für die Umwelt in die Höhe. Aber wie sieht es in unserem Alltag aus und wie können auch Sie mit Ihren Marketingstrategien umweltbewusster handeln?

Die Zahlen sind erschreckend: 220 Kilo Verpackungsmüll produziert jeder Deutsche jährlich im Schnitt. Davon landen 33 Kilo in den Briefkästen – pro Haushalt. Richtig, es handelt sich hierbei um die gute alte Printwerbung, Prospekte mit lokalen Angeboten. Das sind 15% des gesamten Mülls, der sich ganz einfach einsparen lassen könnte. (watson.de)
Das Anbringen eines „Bitte keine Werbung“-Aufklebers auf Postkästen könnte allein in Österreich 98 kg Papiermüll pro Jahr einsparen. (www.global2000.at/papiermuell)

Denn während die Masse demonstrieren geht und Zeichen gegen den Müll setzen möchte, landen beispielsweise in ganz Deutschland über 1,1 Millionen Tonnen Papier im Briefkasten, für deren Herstellung um die 14 Milliarden Liter Wasser verbraucht und eine Million Tonnen CO2 ausgestoßen wurden. Für die Herstellung werden Urwälder abgeholzt, zum Beispiel in Rumänien, Indonesien und Kanada. (stern.de)

Ein hoher – sehr umweltschädlicher – Preis für eine Werbemaßnahme, dessen Relevanz mittlerweile stark diskutiert und Berechtigung in Frage gestellt wird. Ein Großteil der Hefte und Beilagen wird ungelesen in die Tonne geknallt. Der Konsument von heute informiert sich lieber über seine selbst gewählten Kanäle über die Angebote, die ihn interessieren. Personalisierte Werbung und individuelle Ansprache der Zielgruppe sind längst fester Bestandteil einer erfolgreichen Marketing-Strategie, bei der Print-Prospekte keine Punkte mehr sammeln können. 

Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels, denn viele Händler und auch Länder gehen bereits mit einem guten Beispiel voran:

Viele Einzelhändler und Baumärkte bieten schon seit Jahren ihre Prospekte online an und nutzen Offerista-Portale wie Marktjagd (DE), Wogibtswas (AT) oder Prospecto (BG) um ihre digitalen Werbemittel an den User zu bringen.

In Amsterdam zum Beispiel darf nur noch Werbung im Briefkasten landen, wenn ein Aufkleber mit ausdrücklicher Erlaubnis angebracht wurde. Dadurch spart die Stadt jährlich 6.000 Tonnen Müll, denn nur 23% der Amsterdamer Haushalte haben sich für diese Opt-In Option entschieden. (kontrast.at). In Frankreich werden derzeit rund 280.000 Tonnen Werbepost verteilt, in Bulgarien sind es noch 9.843 Tonnen. (cleanupnetwork.com)

Bitte mehr davon!

Benjamin Thym, Geschäftsführer der Offerista Group beschäftigt sich täglich mit digitalen Alternativen zu Werbemüllbergen. Aber es bedarf noch viel Aufklärung bei Händlern, denn bei einer aktuellen EHI-Studie „Trends im Handelsmarketing“ von 2019 gaben noch rund 93 Prozent der befragten CMOs an, dass sie gedruckte Werbung noch für ein adäquates Mittel halten, um die Menschen zu erreichen – und das trotz steigender Online-Nutzung der Konsumenten.

An alternativen Möglichkeiten für die Bewerbung lokaler Angebote scheitert es nicht und gleichzeitig sind digitale Kampagnen so viel messbarer als Print-Aktionen.

Mit über zehn Jahren Expertise in diesem Bereich bietet die Offerista Group branchenspezifische Lösungen an und unterstützt ihre Kunden im Daily Business mit frischen Kampagnenideen. Durch digitale Prospektverteilung, reichweitenstarke Push-Nachrichten oder Google-Kampagnen, die Cross-Channel-Strategien optimal unterstützen, werden Ziele für den stationären Handel gesteckt und auch messbar erreicht, nachdem jeder Kunde anhand seiner Bedürfnisse und Wünsche umfangreich beraten wurde.