Verteilung von Printprospekten durch Mindestlohn unter Druck

Monday, der 20. July 2015
nicole.bucher

Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zu Beginn des Jahres 2015 stellt Einzelhändler, die auf gedruckte Werbeprospekte setzen, vor finanzielle und organisatorische Herausforderungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des digitalen Prospektverteilers Marktjagd. Dafür wurden ausgewählte Marketing-Entscheider[1] deutscher Einzelhandelsunternehmen befragt, wie sich der Mindestlohn auf ihre Werbeaktivitäten auswirkt. Bereits die Entwicklung der Tausenderkontaktpreise (TKP) macht deutlich, welche zusätzlichen Ausgaben die Handelsbranche infolge des Mindestlohns zu stemmen hat. So haben drei Viertel der Befragten seit Anfang 2015 mit zum Teil erheblichen Kostensteigerungen zu kämpfen. Bei mehr als jedem vierten Teilnehmer (27%) schlagen sogar über 10 Prozent höhere Kosten zu Buche.

Prospektverteilung auf dem Land besonders betroffen

Auch erste Auswirkungen auf die Zustellung von Printprospekten sind bereits spürbar. So haben über 30 Prozent der Befragten die Auflage ihrer Prospekte in den letzten Monaten entweder in allen Verteilgebieten oder aber vorwiegend in ländlichen Regionen reduziert. „Die Einführung des Mindestlohns für Prospektzusteller hat den Handel vielfach empfindlich getroffen“, konstatiert Marktjagd-Geschäftsführer Jan Großmann. „Es ist schwieriger geworden, Verbraucher kostengünstig mit gedruckter Handelswerbung zu erreichen. Wir beobachten, dass Einzelhändler nach zeitgemäßen Lösungen suchen, um Kunden zielgerichtet anzusprechen und Marketing-Budgets noch effizienter einzusetzen. Digitale Prospekte können dabei eine Schlüsselrolle einnehmen.“

Händler wollen Verteilkanäle optimieren

Die Marktjagd-Umfrage gibt auch Auskunft darüber, welche Lösungswege die Händler ins Auge fassen. Für die Hälfte der Teilnehmer ist die Optimierung des Verteilkanals, z.B. zur Verteilung am Point of Sale oder zur digitalen Prospektverteilung, vorstellbar. „Wir freuen uns, dass digitale Prospekte von den Händlern anerkannt und als eine mögliche Lösung angesehen werden“, so Jan Großmann weiter. „Neben Kostenersparnis und attraktiver Zusatzreichweite bieten sie noch weitere Vorteile gegenüber der Printverteilung. Wir erreichen z.B. konsequent auch Print-Werbeverweigerer, die insbesondere in Ballungsräumen wie Tübingen, Erlangen oder München zum Teil mehr als 50 Prozent aller Haushalte ausmachen.“

Digitale Prospekte als Lösung anerkannt

Das positive Image digitaler Prospekte unterstreichen auch weitere Daten aus der Befragung: So sind 57 Prozent der Befragten der Meinung, dass E-Prospekte zum veränderten Verbraucherverhalten passen. Und 67 Prozent sind sich sicher: Digitale Prospekte können die Printverteilung unterstützen.

„Infolge der Mindestlohn-Einführung beobachten wir verstärkte Investitionen in die digitale Prospektverteilung“, resümiert Marktjagd-Vertriebsleiter Stefan Bien. „40 Prozent aller Befragten planen mindestens moderate Investitionen in Höhe von bis zu 5 Prozent. Unter den Händlern, deren TKP um mehr als 10 Prozent gestiegen ist, visiert sogar jeder Dritte eine deutliche Investition von mehr als 5 Prozent in digitale Prospekte an. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt.“

mindestlohn-auswirkungen-prospektverteilung

[1] N=33