INSIGHTS

News von Offerista

Wissenswertes für den stationären Handel

Ob Interviews, Fachbeiträge oder Studien: Hier finden Sie alles rund um digitales Handelsmarketing und wie Sie es effizient für Ihr Unternehmen einsetzen können.

Werbeverweigerer digital erreichen

Werbeverweigerer digital erreichen

Werbeverweigerer digital erreichen

Ungenutztes Potential im Print: Jeder vierte Deutsche ist Werbeverweigerer

Sie sind jung, größtenteils männlich und leben in der Großstadt: In der urbanen Lebensqualität junger Menschen haben Printprospekte keinen Platz. Aber auch die Ü60 Generation möchte sich ohne Papier mit ihren Einkäufen auseinandersetzen. Laut einer aktuellen Studie des IFH gehört jeder vierte deutsche Konsument zur Gruppe der Werbeverweigerer – Tendenz steigend.
Ballungsgebiete mit einer hohen Werbeverweigererquote sind z.B. Frankfurt, Hamburg (über 50%) und München (61,5%). Aber auch in ländlichen Gebieten ist der Anteil der Werbeverweigerer nicht zu vernachlässigen und im Aufwärtstrend. (Quelle: POSTAKTUELL)

Werbeverweigerer über Push und Pull erreichen

In Zusammenarbeit mit microm, einer der führenden Spezialisten für Customer und Location Intelligence, erreichen Sie über das Offerista Netzwerk (> 45 Plattformen) gezielt Werbeverweigerer im PLZ-Umkreis Ihrer Filialen.

 

Ihre Vorteile

  • Print-Werbeverweigerer effektiv digital erreichen
  • Cross-Channel-Ausspielung Ihrer Kampagne
  • Individuelles Zielgruppentargeting
  • Effektiverer Einsatz Ihres Mediabudgets
  • Neukundenaktivierung
  • Werbung wird nicht störend, sondern als Inspirationsquelle wahrgenommen
Digital ersetzt Print – reichweitenstark

Offerista bietet mit einer deutschlandweiten Reichweite von 26 Millionen potentiellen Werbekontakten und einem starken Netzwerk aus Premium Publishern 360°-Lösungen für individuelle digitale Werbestrategien. Erhöhen Sie die Besucherfrequenz in Ihren (ausgewählten) Stores und steigern Sie messbar Ihren Umsatz, z.B. bei Neueröffnungen, Aktionen oder bei der Einführung neuer Produkte. Wir messen den Erfolg Ihrer Kampagne bis an den POS (Store Visit, ROAS).

Über die Offerista Group
Die Offerista Group (www.offerista.com) ist im DACH-Raum der reichweitenstärkste Anbieter für digitales Handelsmarketing. Über eigene Kanäle und ein eigenes Publisher-Netzwerk (z.B. FOCUS Online, MeineStadt und Google) verlängert Offerista die digitale Angebotskommunikation von Händlern Channel-übergreifend. Durch diese einzigartige Kombination kann das Unternehmen mehr als jeden zweiten Verbraucher über Pull- und Push-Maßnahmen lokal ansprechen. Offerista verbindet die Online-Maßnahmen mit der Wirkung im lokalen Geschäft und macht so den Kampagnenerfolg am POS durch Tracking der Store Visits und Kalkulation des Umsatzbeitrags messbar. Das Unternehmen beschäftigt am Hauptsitz in Dresden und an Standorten in Berlin, Düsseldorf, Paris und Wien über 100 Mitarbeiter. Geschäftsführer sind Tobias Bräuer und Benjamin Thym.

Pressekontakt Offerista Group:
Christian Soult
+49 30 84 71 21 18-85
+49 176 20 06 87 56
csoult@hot-dot.com

Weihnachten im Handel beginnt nicht jedes Jahr früher

Weihnachten im Handel beginnt nicht jedes Jahr früher

Weihnachten im Handel beginnt nicht jedes Jahr früher

Gerade war man noch im Sommer-Feeling, ließ sich die Sonne in’s Gesicht scheinen und will sich noch ein Eis im Supermarkt kaufen – plötzlich stehen sie da: Die glitzernden Aufsteller mit Lebkuchen, Spekulatius und Co. Wird das eigentlich jedes Jahr früher?

Entgegen aller gefühlten Annahmen: Der Verkaufsstart von Weihnachtssüßigkeiten ist fast jedes Jahr der gleiche: In den meisten Geschäften stehen sie ab Anfang September in der 36. Kalenderwoche in den Regalen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen – entweder wenn große Bundesländer später Sommerferien haben oder die Temperaturen zu hoch sind und offenbar selbst im Einzelhandel noch keine weihnachtlichen Gefühle aufkommen.

Der digitale Prospektedienst Marktjagd ist der Vermutung, dass Spekulatius, Lebkuchen und Dominosteine jedes Jahr früher verkauft werden, nachgegangen und hat die Prospekte der Einzelhändler seit 2009 untersucht. Dabei zeigte sich, dass der Verkaufsstart stets Anfang September in der 36. Kalenderwoche lag – bis auf die Jahre 2013 und 2016.
2013 hatten die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen besonders späte Sommerferien und zudem war es in der 36. Kalenderwoche auch vergleichsweise warm. Dies veranlasste den Einzelhandel anscheinend dazu, noch eine Woche mit dem Verkaufsstart der Weihnachtsnaschereien zu warten.
Der Sommer 2016 konnte sogar Wärmerekorde verbuchen. Paul Heger, Meteorologe bei wetter.com, bestätigt: “Der Sommer 2016 war generell in Deutschland rund 1,6 Grad zu warm. Die erste Hälfte des Septembers 2016 sorgte aufgrund der sehr warmen Luftmasse aus Südeuropa/Afrika für Dekadenrekorde und teilweise Monatsrekorde. So warm wie zu dieser Zeit war es also an einigen Wetterstationen Mitte September noch nie, teilweise im gesamten September noch nicht. Ab etwa dem 15./16. September kippte die Wetterlage und es wurde kühler.” Daher begann der Verkauf der Weihnachtssüßigkeiten im vergangenen Jahr auch erst in der 38. Kalenderwoche (ab dem 19.09.2016).

Die Wettermodelle zeigen momentan an, dass der September in diesem Jahr wieder durchschnittliche Temperaturen bringen könnte, sodass der Verkaufsstart für die Weihnachtsnaschereien voraussichtlich wieder auf die 36. Kalenderwoche fallen dürfte.

Billig-Fahrräder aus dem Supermarkt oft Minderwertig – auf Rabatte im Fachhandel warten lohnt sich

Billig-Fahrräder aus dem Supermarkt oft Minderwertig – auf Rabatte im Fachhandel warten lohnt sich

Billig-Fahrräder aus dem Supermarkt oft Minderwertig – auf Rabatte im Fachhandel warten lohnt sich

Vorausschauend zu planen lohnt sich beim Fahrradkauf. Auch wenn im Sommer in zahlreichen Prospekten günstige Fahrrad-Schnäppchen locken, sollten Verbraucher auf diese lieber verzichten, wenn sie Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legen. Denn qualitativ hochwertige Fahrräder zu günstigen Preisen finden sich eher außerhalb der Saison – im Fahrradfachhandel. Dieses Ergebnis ist Teil einer umfangreichen Auswertung des digitalen Prospekte-Dienstes Marktjagd. Für den großen Preisvergleich wurden die Prospekte stationärer Einzelhändler seit 2010 gezielt auf Fahrrad-Angebote hin untersucht.

Die meisten Schnäppchen rund ums Zweirad können Verbraucher demnach zwischen Juli und September entdecken – allerdings vorrangig bei fachhandelsfremden Geschäften wie Supermärkten, Baumärkten und Warenhäusern. Fahrradfachgeschäfte hingegen werben eher im Winterhalbjahr mit günstigen Angeboten. Dies bestätigt auch Susanne Eickelmann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit beim Verband des Deutschen Zweiradhandels e.V.: “In der Regel kann man eher im Winterhalbjahr das eine oder andere Schnäppchen machen, wenn einige Händler das Modell vorm Jahreswechsel noch aus dem Lagerbestand haben möchten.” Denn während der Fachhandel eher logistische Gründe für zusätzliche Werbemaßnahmen hat, etwa die Lagerräumung vor dem Eintreffen der neuen Saisonware oder den Abverkauf von Ladenhütern, nutzen andere Geschäfte die ohnehin vorhandene Nachfrage während der Fahrradsaison. Im Fahrradfachgeschäft gibt es in diesem Zeitraum nur selten große Aktionen, da sich dort die Räder sowieso verkaufen.

QUALITÄTSMÄNGEL BEI SUPERMARKT-FAHRRÄDERN

Gerade beim Kauf eines Fahrrads, mit dem man neben Autos und LKWs Teil des öffentlichen Straßenverkehrs ist, sollten Qualität, Zuverlässigkeit und gute Verarbeitung eine wichtige Rolle spielen. Zahlreiche Tests haben allerdings gezeigt, dass Billig-Fahrräder aus Super- und Baumärkten hier schlecht abschneiden: Lenkerbrüche, verrutschende Griffe oder eine Unwucht im Reifen wurden unter anderem vom Verbraucherdienst “Markt” des NDR festgestellt (Quelle). Die Investition in ein hochwertiges Fahrrad aus dem Fachhandelsgeschäft lohnt sich also.

Eine Übersicht über verschiedene Fahrradtypen und worauf Radfahrer beim Zubehör achten sollten, gibt es unter https://www.marktjagd.de/news/fahrrad-ratgeber

Die Verkaufstricks im Supermarkt

Die Verkaufstricks im Supermarkt

Die Verkaufstricks im Supermarkt

Auf dem Einkaufszettel standen: Äpfel, Eier, Milch und Brötchen – und trotzdem verlässt man den Supermarkt mit einem prall gefüllten Einkaufsbeutel, der weit mehr als das geplante beinhaltet. Vielen von uns geht es oft so – und das kommt nicht von Ungefähr.

Supermärkte arbeiten mit einer Vielzahl an Tricks, die den Verbraucher dazu anregen sollen, mehr zu kaufen, als auf der Einkaufsliste stand. Dabei zielt ein Großteil der Maßnahmen darauf ab, uns länger im Markt zu halten, sodass wir uns von möglichst vielen Produkten verleiten lassen. Einige dieser Verkaufsstrategien:

  • Die Obst- und Gemüseabteilung befindet sich meistens am Eingang des Supermarkts. Nicht nur, dass die bunten Farben und frischen Produkte die Kauflaune wecken – jemand, der schon am Anfang etwas für seine Gesundheit gekauft hat, hat später ein weniger schlechtes Gewissen bei den Süßigkeiten.
  • Fisch und Meeresfrüchte werden in der Auslage mit kaltweißem Licht angestrahlt, so sehen sie besonders frisch aus. Dieser Frische-Effekt wird zudem bei auf Eis gebetteten Fischen durch Reflektoren zusätzlich verstärkt.
  • Die Grundnahrungsmittel und Produkte, die man regelmäßig kauft, sind stets quer im Markt verteilt – so kommt man als Verbraucher nicht umhin, überall einmal lang zu laufen.
  • Supermärkte verfügen über ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept. So werden zum Beispiel immer die Regale statt der Wege angestrahlt – denn unsere Aufmerksamkeit folgt stets dem Licht.

Weitere Tricks gibt es in einer interaktiven Grafik unter https://www.marktjagd.de/news/supermarkt-tricks

Dass solche Strategien enorm wichtig für den Absatz sind, zeigt auch eine kürzlich veröffentlichte These des Geschäftsführers von Mondelez Frankreich, Mathias Dosne. Dieser behauptet, dass seit der Einführung des Smartphones die Verkaufszahlen für Kaugummi zurückgehen, weil an der Kasse eher das Handy gezückt wird, als beim Warten auf die Quengelware zu achten (Quelle).

Es lohnt sich für jeden Verbraucher, die Verkaufsstrategien des Handels zu kennen – aber auch darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Unklarheiten beim Thema Einkaufen. Wie lange sind Gutscheine gültig? Was ist der Unterschied zwischen Einweg- und Mehrwegpfand? Und muss man versehentlich beschädigte Ware bezahlen? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir in unserem Lexikon des Einkaufens: https://www.marktjagd.de/news/lexikon-einkaufen

Einkaufen muss familienfreundlicher werden

Einkaufen muss familienfreundlicher werden

Einkaufen muss familienfreundlicher werden

Einkaufen mit Kindern ist aus vielen Gründen sicher keine Lieblingsbeschäftigung von Eltern – manche dieser Gründe resultieren aus dem Ungestüm einiger Kinder, andere wären vermeidbar durch eine gezieltere Anpassung der Supermärkte an die Bedürfnisse von Familien.
In einer Umfrage des lokalen Einkaufsratgebers Marktjagd unter 505 Teilnehmern wurden verschiedenste Erlebnisse aus dem Einkaufsalltag von Eltern geschildert. Denn obwohl der Einkauf mit Kindern oftmals stressig ist, gehen 85 Prozent der Eltern regelmäßig gemeinsam mit ihrem Nachwuchs einkaufen – vorrangig wochentags zwischen 13 und 18 Uhr (47,5%) oder am Samstag (28,4%). Ob der Nachwuchs dabei im Kindersitz des Einkaufswagens sitzt oder bereits selber laufen kann und soll, ist vor allem vom Alter abhängig. Beim Thema spezielle Einkaufswagen für Kinder gehen die Meinungen allerdings auseinander: 58 Prozent der Befragten helfen Kinder- und Auto-Einkaufswagen dabei, den Einkauf entspannter durchzuführen, 42 Prozent halten sie für nicht sinnvoll. Die Gründe reichen von “verleiten zum Rennen” und unkontrollierten Zusammenstößen bis hin zu “zu wenig Platz” in den Körben.

“WENN DU ARTIG BIST, BEKOMMST DU EINEN SCHOKORIEGEL”

Auch das Thema „Belohnung“ wird von den Eltern kontrovers betrachtet. Während 71 Prozent angeben, ihre Kinder für artiges Verhalten beim Einkauf zu belohnen, kritisieren auch viele Eltern diese Maßnahme, weil sie zu einer falschen Konditionierung beiträgt und gutes Benehmen selbstverständlich sein sollte.
Dagegen scheint es den meisten Eltern besonders wichtig zu sein, dass ihre Kinder aktiv in den Einkauf eingebunden werden. So wird von 83 Prozent angegegeben, dass sie ihre Kinder helfen lassen, weil sie ein Gefühl für den Umgang mit Produkten lernen sollen und Kinder besonders stolz sind, wenn sie eine Aufgabe haben und aktiv etwas beitragen können. Anders sieht es allerdings beim Kleidungskauf für den Nachwuchs aus, hier wählen 87 Prozent der Eltern die Waren lieber selber aus.
Dass Kinder jedoch noch nicht allen Versuchungen des Konsums widerstehen können, wissen Eltern nur zu gut. Darum meiden auch 39 Prozent der Befragten gezielt einzelne Bereiche oder Gänge des Supermarkts, um Diskussionen vorzugreifen. Wenn die Kinder allerdings schon alt genug sind und wissen, wo Süßigkeiten, Spielzeug und Comics zu finden sind, muss gezielt Erziehungsarbeit geleistet werden, so sind sich die befragten Eltern einig.

MEHR FAMILIENFREUNDLICHKEIT BEIM EINKAUFEN GEWÜNSCHT

Viele Eltern wünschen sich vom Handel mehr Service und Entgegenkommen für Familien. Besonders nachgefragt sind Toiletten, die vor allem während des Einkaufs gut erreichbar sein sollen, genauso wie eine Wickelecke. Für wenig sinnvoll werden hingegen Spielecken erachtet, entweder weil das Kind gezielt mit einkaufen will und so auch der Lerneffekt verloren gehen würde oder weil dies den Einkauf nur unnötig verlängern würde. Voraussetzung für die Nutzung ist in jedem Fall die Anwesenheit einer Aufsichtsperson, die die Sicherheit der Kinder gewährleisten kann.
Im Rahmen der Umfrage hat sich gezeigt, dass besonders der Kassenbereich es den einkaufenden Familien schwer macht. Viele Eltern berichteten davon, dass lange Schlangen, zu schmale Kassengänge, verlockende Süßigkeiten und die verstörenden Aufdrucke auf Tabakwaren den Einkauf unnötig verkomplizieren würden. Aber auch die Herausforderung die Waren auf das Band zu legen, zu bezahlen, alles zu verstauen und parallel noch auf das Kind aufzupassen, führt bei den meisten Eltern zu vermehrtem Stress. Zudem liegen die Ausgänge oftmals direkt hinter den Kassen, sodass ein Moment der Unachtsamkeit bedeuten kann, dass der Nachwuchs plötzlich allein draußen auf dem Parkplatz steht.
Trotz vieler Hürden und Stressmomente geben 80 Prozent der Befragten an, während des Einkaufs gelassen bleiben zu können. In zwei von drei Fällen sind sie es höchstens selbst, die sich stressen. Weitere Stressfaktoren: Die Blicke und Tuscheleien der anderen Einkaufenden (25%) und die genervten Kassiererinnen und Supermarktangestellten (18%).

Die komplette Studie mit hilfreichen Tipps von einem Erziehungsberater finden Sie unter https://www.marktjagd.de/news/einkaufen-mit-kindern

Nur 10 % des Einzelhandels geben an, Barrierefrei zu sein

Nur 10 % des Einzelhandels geben an, Barrierefrei zu sein

Nur 10 % des Einzelhandels geben an, Barrierefrei zu sein

  • Schlusslichter im Ranking: Berlin, Sachsen und Hamburg
  • Städtevergleich: Bielefeld besonders barrierefrei, Leipzig weit hinten
  • Benjamin Thym: Barrierefreiheit als Pluspunkt für den Einzelhandel
  • Apps und Location-based Services als Hilfsmittel im Alltag

Der Informationsdienst für lokales Shopping Marktjagd hat die 280.000 Einzelhandelsfilialen in seiner Datenbank in Hinblick auf ihre Barrierefreiheit ausgewertet. Demnach sind in Deutschland im Durchschnitt nur 10 Prozent aller Filialen von den Händlern als barrierefrei gekennzeichnet. Das heißt im schlimmsten Fall, dass behinderte Menschen im Rollstuhl, Familien mit Kinderwagen und ältere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen vom Besuch dieser Geschäfte ausgeschlossen sind.
Marktjagd liefert Verbrauchern via App und im Internet Auskunft über die Geschäfte in ihrer Umgebung. Dazu gehören neben aktuellen Prospekten auch Öffnungszeiten, Kontaktmöglichkeiten und Informationen zur Barrierefreiheit.

BERLINS GESCHÄFTE AM WENIGSTEN BEHINDERTENFREUNDLICH

Im Vergleich der Bundesländer bildet Berlin mit einer Quote von gerade einmal 6,5 Prozent barrierefreien Geschäften das Schlusslicht. Ähnlich schlecht schneiden Sachsen mit 6,9 Prozent und Hamburg mit 7,8 Prozent ab. Verhältnismäßig viele barrierefreie Geschäfte gibt es mit jeweils 13,1 Prozent in Schleswig-Holstein und Bayern sowie in Niedersachsen mit 13 Prozent.

BIELEFELDER GESCHÄFTE IM STÄDTEVERGLEICH AM HÄUFIGSTEN BARRIEREFREI

Beim Städteranking der 35 größten deutschen Städte sticht Bielefeld mit 15,8 Prozent barrierefreien Filialen als am behindertenfreundlichsten heraus. Lübeck folgt erst mit 12,2 Prozent vor Magdeburg (12 Prozent), Karlsruhe (11 Prozent) und Rostock (10,1 Prozent). Hinten liegen Leipzig und Dresden mit jeweils unter 5 Prozent barrierefreien Filialen. Die Städte Saarbrücken, Würzburg und Stuttgart schneiden mit Quoten zwischen 5 und 6 Prozent fast ebenso schlecht ab.
Die Untersuchung zeigt außerdem, dass der Durchschnittswert an barrierefreien Filialen in den Städten mit 8,2 Prozent nochmal niedriger ist als der in den Bundesländern mit 10,1 Prozent. Dies lässt darauf schließen, dass Barrierefreiheit vorrangig in den deutschen Kleinstädten Anwendung findet. Während dort Geschäfte eher neu und somit meist auch barrierefrei gebaut werden können, besteht diese Möglichkeit in den Ballungsgebieten der Großstädte seltener und bereits existierende Ladenräume werden zu selten nachgerüstet.

WAS SICH BEHINDERTE MENSCHEN VOM HANDEL WÜNSCHEN

Was heißt überhaupt Barrierefreiheit für die Betroffenen? Via Facebook hat Marktjagd behinderte Menschen danach gefragt, mit welchen unterschiedlichen Problemen sie beim Einkaufen in stationären Geschäften zu kämpfen haben und was sie sich wünschen.

GENANNTE PROBLEME:

  • Umdekorieren von Supermärkten und Umstellen von Produkten, die dann zum Beispiel Sehbehinderte schwer wiederfinden
  • Gestresstes Verkaufspersonal, das keine Zeit hat, persönlich zu helfen
  • Zu kleine Einkaufskörbe beziehungsweise keine Einkaufswagen, die für Rollstuhlfahrer geeignet sind

GENANNTE WÜNSCHE:

  • Größere Umkleidekabinen, in die auch eine Begleitperson passt, breite Gänge und niedrige Regale beziehungsweise Kleiderständer, sodass auch Rollstuhlfahrer und kleinwüchsige Menschen alles gut erreichen können
  • Einkaufshilfe, die mit Zeit, Geduld und Verständnis zur Seite steht
  • Angebot für sehbehinderte Menschen, sich nach Ladenschluss einmal frei im Supermarkt bewegen zu können, um sich in Ruhe für spätere Einkäufe zu orientieren
  • Online-Angebot von stationären Geschäften: Blinde und sehbehinderte Menschen wissen gern vorab über die Auswahl der angebotenen Produkte Bescheid

HANDEL SETZT AUF INITIATIVE “GENERATIONENFREUNDLICHES EINKAUFEN”

Der Handel kennt die Probleme und ist bemüht, seine Filialen allen Kunden zugänglich zu machen. Die Initiative mit dem Siegel “Generationenfreundliches Einkaufen” vom Handelsverband Deutschland (HDE) will damit mehr Klarheit bei den Einkaufsmöglichkeiten auch für behinderte Mensche bringen. “Das Siegel zeichnet Märkte aus, die den Einkauf für Menschen aller Altersgruppen und für Menschen mit Behinderung so angenehm und barrierearm wie möglich gestalten. Älteren Menschen soll genauso wie Rollstuhlfahrern oder jungen Eltern mit Kinderwagen ein komfortabler Aufenthalt ermöglicht werden”, so Christhard Deutscher, Leiter Unternehmenskommunikation der Edeka Südwest. Das Unternehmen unterzieht eine Vielzahl seiner Märkte dieser Zertifizierung. Weiter sagt er: “Die Märkte müssen bestimmte Kriterien – wie beispielsweise breite und ebenerdige Eingänge, Sitzgelegenheiten, klare Ausschilderungen der Produktbereiche, rutschfesten Boden, angenehme Regalhöhen, Babywickelraum und Behindertentoiletten – erfüllen, die dann von einem Auditor der Handelsverbände geprüft werden.” Mitte 2016 hatten sich so knapp über 10.000 Läden verschiedenster Unternehmen deutschlandweit zertifizieren lassen.

BLEIBT ALS ALTERNATIVE NUR ONLINE-SHOPPING? WAS DER EINZELHANDEL TUN KANN

Benjamin Thym, Geschäftsführer der Offerista Group, die den Dienst Marktjagd betreibt: “Da barrierefreie Läden offensichtlich die Ausnahme sind, können sich Einzelhändler hier besonders gut vom Wettbewerb abheben und mehr Kunden erreichen. Über Fahrstühle, Rampen, breite Gänge, große Preisschilder und persönlichen Service freuen sich nicht nur behinderte Menschen. Hier kann der stationäre Handel gegenüber dem Onlinehandel punkten.“

APPS UND LOCATION-BASED SERVICES HELFEN BEIM BARRIEREFREIEN EINKAUFEN

Moderne Technologien, wie die Sprachausgabe von Texten oder Möglichkeiten der Indoor-Navigation, die innerhalb des Geschäfts direkt zum gewünschten Produkt leiten, erleichtern behinderten Menschen in vielen Situationen den Alltag. Auch die Shopping- und Produktguides der Offerista Group, Marktjagd und barcoo, bieten dahingehend Mehrwert. So zeigen die App und das responsive Online-Portal von Marktjagd, ob ein Geschäft barrierefrei ist. Die Schwester-App barcoo stellt nach dem Scan des Barcodes die oft klein gedruckten Inhaltsangaben in vergrößerter Form dar. Auch können Nutzer sich diese über die Sprachausgabe vorlesen lassen, was für Sehbeeinträchtigte hilfreich sein kann. Die Stiftung Warentest hat barcoo so kommentiert: „Viele Produkte haben einen Strichcode. Dann ist die App praktisch. Wie schnell Nutzer den Code finden, hängt von Routine und verbliebener Sehkraft ab.“

 

Quellenverweis: https://www.marktjagd.de/news/barrierefrei-einkaufen